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für alle, die mit der Entwicklung von Kindern betraut sind

Kurs-Nummer
MB2-18
ReferentInnen
Voraussetzungen
keine
Fortbildungspunkte
16
Autismus im Perspektivwechsel
Autistische Kinder verstehen und unterstützen
Die Diagnosekriterien ermöglichen es uns, die Erscheinungsform des Autismus von anderen Symptombildern zu unterscheiden. In der Beurteilung stützen wir uns grundsätzlich auf die Beobachtung des Verhaltens. Wir beobachten auffälliges Verhalten und konstatieren es. Wie jedoch empfindet das Kind seine autistische Betroffenheit selbst? Wie konstruiert es seine Wirklichkeit und wie erlebt es sich in dieser Welt?

Wir stellen uns diesen Fragen und gehen in einen Perspektivwechsel. Wie erlebt der Mensch diese bestimmten Einschränkungen, die nach außen als autistische Störung erscheinen? Ich zeige den Teilnehmerinnen meine Filme, Hörspiele und Fotos, um meine autistische Sichtweise zu verdeutlichen. Auch durch praktische Übungen wollen wir Aspekte meiner autistischen Sicht verdeutlichen. So weit wie möglich werden wir in den Perspektivwechsel gehen. Aus dieser Erfahrung heraus diskutieren und üben wir dann verschiedene bekannte Unterstützungsmöglichkeiten und geben unserem Tun eine effektivere Gewichtung. Nicht jede Methode ist für jedes Alter und für jeden Anlass gut. Was können wir in der frühen Förderung tun und was wäre für erwachsene Autisten richtiger? Wie können wir beispielsweise die kommunikative Kompetenz auf beiden Seiten verbessern?

Das Seminar richtet sich besonders an Therapeuten, Heilpädagogen und an alle, die autistische Kinder begleiten.

Inhalte des 1. Tages:
  • Wie erscheint uns Autismus?
  • So wird heute diagnostiziert und das sind die Diagnosekriterien.
  • Die Grundstörung Autismus.
  • Wie erlebt der betroffene Mensch die Einschränkung Autismus?
  • Wir gehen in den Perspektivwechsel.
  • Die Konstruktion der Wirklichkeit.
Inhalte des 2. Tages:
  • Sind Wut und Aggression immer die Endstation in der autistischen Eskalation?
  • Wir lernen mit der autistischen Wut gezielt und sicher umzugehen.
  • Pädagogische Entwicklungsförderung.
  • Welche Impulse, Wünsche bewegen?
  • Wir üben therapeutische Schritte zur Selbstfindung des autistischen Kindes.
  • Therapeutische Entwicklungsförderung.